Es gibt diesen Moment, den fast jeder etablierte Coach oder jede Beraterin kennt: Du bist gut am Markt etabliert, lieferst starke Ergebnisse, aber deine Website … verhält sich wie ein stiller Mitläufer. Sie sieht gut aus, sie fühlt sich professionell an, aber sie bringt weder konstant noch planbar Anfragen. Vielleicht schaust du dir deine Website manchmal sogar selbst an und denkst: „Eigentlich ist das doch alles gut. Warum passiert trotzdem so wenig?“
Genau in diesen Momenten tauchen Fragen auf, wie:
„Verstehen die Leute überhaupt, was ich anbiete?“
„Wieso lesen sie, aber fragen nicht an?“
„Wie mache ich es ihnen leichter, den nächsten Schritt zu gehen?“
„Wie bekomme ich mehr passende, gut vorbereitete Erstgespräche, ohne permanent auf Social Media präsent sein zu müssen?“
Wenn dir diese Fragen vertraut vorkommen, kann ich dir versichern: Du bist du nicht allein. Und die Lösung liegt selten in „mehr Content“, sondern fast immer in einer klaren, geführten Kundenreise.
Was es für dich bedeutet, wenn deine Website kein System ist
Die meisten Coaching-Websites sind wie digitale Broschüren aufgebaut: hübsch gestaltet, gut gemeint, aber ohne echten roten Faden. Der Leser muss selbst herausfinden, worum es geht, ob er gemeint ist und wie er weiterkommt. Und genau diese Unsicherheit führt dazu, dass potenziellen Kunden deine Website direkt wieder verlassen. Auch dann, wenn sie eigentlich Interesse hätten.
Eine Website, die als System funktioniert, macht das Gegenteil. Sie führt. Sie beantwortet Fragen, bevor sie entstehen. Sie baut Vertrauen auf. Und sie macht es deinen Besucherinnen und Lesern unglaublich leicht, den nächsten Schritt zu gehen. Nicht durch Druck, sondern durch Klarheit.
Wie das funktioniert? Das zeigen dir die folgenden sechs Schritte, die du brauchst, damit aus deiner Website ein System wird, das dir planbar Anfragen bringt.
Der erste Schritt: Definiere die Struktur & Saleslogik deiner Website
Viele Coaches starten direkt mit den Texten oder dem Design, wenn sie ihre Website entwerfen. Ja, das scheint auf den ersten Blick logisch, funktioniert aber in der Praxis nicht, wenn deine Seite neue Kundenanfragen generieren soll. Denn es sind die Struktur und die Saleslogik dahinter, die alles tragen. Die wichtigste Frage lautet: Welche Reise soll ein potenzieller Kunde auf deiner Seite erleben? Und zwar nicht zufällig, sondern bewusst geführt.
Deshalb starte ich bei jedem Projekt zuerst mit der Saleslogik und der Kundenreise. Wir klären: Welcher Einstieg macht Sinn? Welche Fragen tauchen auf welchem Abschnitt auf? Wie schaffen wir Orientierung und Sicherheit? Erst wenn diese Basis steht, entsteht eine Website, die potenzieller Kunden intuitiv durch das Angebot führt.
Der zweite Schritt: Texte, die klar machen, worum es wirklich geht
Menschen, die ein professionelles Coaching oder eine Beratung suchen, wollen keine blumigen Marketingtexte. Sie wollen Klarheit. Nicht nur über dein Angebot, sondern auch darüber, was sich für sie durch eure Zusammenarbeit verändert. Gute Texte antworten auf diese Fragen, die sich deine Zielgruppe ohnehin stellt:
„Hilft mir das Angebot bei meinem konkreten Problem?“
„Wie sieht der Weg aus, wenn ich mit dem Coach zusammenarbeite?“
„Warum genau diese Person?“
Copywriting bedeutet hier nicht, „werblich“ zu schreiben, sondern Orientierung zu geben. Du holst die Leser genau da ab, wo sie gedanklich stehen, und führst sie mit einfachen, präzisen Formulierungen weiter. Schritt für Schritt.
Der dritte Schritt: Ein Design, das Persönlichkeit zeigt und gleichzeitig Ruhe reinbringt
Design ist nicht das Zuckerstreusel oben drauf. Design ist Führung.
Es entscheidet darüber, ob Menschen sich sicher fühlen, ob sie die Inhalte erfassen können und ob sie spüren, dass du professionell arbeitest. Ein gutes Design lenkt nicht ab, sondern schafft Identifikation, Vertrauen und Klarheit. Deine Persönlichkeit oder besser gesagt die Persönlichkeit deiner Marke wird sichtbar. Aber nicht laut, sondern souverän und reduziert.
Gerade für Coaches und Berater, die bereits etabliert sind, macht dieser Unterschied viel aus: Eine ruhige, strukturierte Optik vermittelt Kompetenz, ohne dass du es sagen musst.
Der vierte Schritt: Ein Leadmagnet, der funktioniert , wenn du planbar Anfragen willst
Keine Frage: Leadmagneten funktionieren, wenn du deine Newsletterliste aufbauen oder planbar neue Anfragen gewinnen willst. Doch viele Leadmagneten sind viel zu beliebig: eine allgemeine Checkliste hier, ein Mini-Guide dort und schon nach fünf Minuten sind sie vergessen und verstauben in irgendeinem Download-Ordner. Das Problem: Die meisten Leadmagneten greifen nicht tief genug ins tatsächliche Bedürfnis der Zielgruppe.
Einen funktionierender Leadmagneten planst du strategisch und setzt ihn ganz bewusst in der Kundenreise ein. Er löst ein konkretes Mikro-Problem, das eng mit deinem Angebot verbunden ist. Dadurch steigen Menschen nicht nur „irgendwo“ ein, sondern genau an der Stelle, die später logisch zum Erstgespräch führt. Diese gezielte Herangehensweise macht den Unterschied zwischen einem Ladenhüter und einem erfolgreichen Leadmagneten.
Der fünfte Schritt: Technik, die dich entlastet, statt dich zu überfordern
Erst wenn die Struktur, Texte, Design und Leadmagnet stehen, kommt die technische Umsetzung des Website-Systems. Viele starten hier viel zu früh und verzetteln sich dann zwischen all den Tools, Techniken und Apps. Wenn du deine Website jedoch als System aufgestellst, ist die Technik der letzte operative Schritt. Und das hat große Vorteile für dich, denn weil alles andere zuvor genau geplant, entwickelt und durchdacht wurde, fühlt sich die Technik plötzlich leicht an.
Alles hat seinen Platz und greift ineinander. Ein sauber integriertes Buchungstool, automatisierte E-Mails, ein klarer Workflow im Hintergrund und eine logische Verbindung zu deinem Newsletter-System sorgen dafür, dass dein kompletter Anfrageprozess rund läuft. Ohne Chaos. Ohne manuelle Fummelei.
Der sechste Schritt: Tracking & Analyse, damit du weißt, was funktioniert
Mit der Live-Schaltung ist die Website fertig, richtig? Falsch. Zumindest in den Fällen, in denen die Website planbar neue Anfragen bringen soll. Denn das geht langfristig nur, wenn du analysierst, was deine Website wirklich leistet.
- Welcher Call-to-Action-Button wird häufiger geklickt?
- Wo springen die Nutzer ab?
- Welche Fragen werden dir immer wieder gestellt, weil die Antwort auf der Website noch nicht zu finden ist?
- Werden deine unterschiedlichen Angebote gleich oft aufgerufen oder erzeugt ein Angebot deutlich mehr Nachfrage?
Die wenigsten Coaches oder Berater wissen diese Dinge über ihre Website. Dabei ist das der Game Changer für das Marketing und die Anfragen. Tracking zeigt dir, wo Menschen klicken, welche Seiten funktionieren und wo sie abspringen. Und damit auch, wo du nachbessern und noch mehr für dein Business erreichen kannst. Damit entsteht nicht nur ein einmalig aufgesetzter Baukasten – sondern ein System, das sich weiter verbessern lässt. Keine Vermutungen mehr. Keine Bauchgefühle. Echte, messbare Ergebnisse.
Wie sich das für deine Besucher anfühlt
Eine gute Website, die planbar Anfragen bringt, ist kein Zufallsprodukt. Sie gibt deinen potenziellen Kundinnen und Kunden genau das Gefühl, das sie während einer Entscheidung brauchen: Struktur, Verständnis, Ruhe, Klarheit. Während sie lesen, entsteht Vertrauen. Während sie weiterklicken, entsteht Sicherheit. Und am Ende entsteht ein Moment, in dem es sich natürlich anfühlt, ein Gespräch mit dir zu buchen – ohne Druck.
Zum Schluss: Deine Frage für heute
Welche Schritte deiner Kundenreise sind heute auf deiner Website klar geführt? Und welche überlässt du noch dem Zufall?
Wenn du das Gefühl hast, dass deine Website mehr Potenzial hat, als sie gerade zeigt, können wir genau das gemeinsam anschauen. Klar, strukturiert und ohne Chaos. Sag einfach Bescheid.
FAQs: Wie bekomme ich planbar Anfragen über meine Website?
Warum bringen viele Coaching-Websites trotz guter Inhalte keine Anfragen?
Weil sie oft wie digitale Broschüren aufgebaut sind. Es fehlt eine klare Struktur und Saleslogik. Besucher müssen selbst herausfinden, ob sie richtig sind, was angeboten wird und wie der nächste Schritt aussieht. Diese Unsicherheit führt dazu, dass sie die Website verlassen – selbst bei grundsätzlichem Interesse.
Was bedeutet „Website als System“ für Coaches und Berater?
Eine Website als System bedeutet, dass deine Website nicht nur informiert, sondern aktiv durch eine klare Kundenreise führt. Struktur, Texte, Design, Leadmagnet, Technik und Tracking greifen ineinander. Ziel ist es, Besucher:innen Schritt für Schritt zu orientieren, Vertrauen aufzubauen und sie ohne Druck zu einer Anfrage oder Buchung zu führen.
Was ist mit „klarer Kundenreise“ auf der Website gemeint?
Die Kundenreise beschreibt den bewussten Weg, den potenzielle Kund:innen auf deiner Website gehen. Vom ersten Einstieg über das Verstehen deines Angebots bis hin zur Anfrage. Eine gute Kundenreise beantwortet Fragen, bevor sie entstehen, schafft Orientierung und macht den nächsten Schritt logisch und leicht.
Welche Rolle spielen Texte auf einer Website, die planbar Anfragen bringen soll?
Texte sorgen für Klarheit und Orientierung. Sie erklären, für wen das Angebot ist, welches Problem gelöst wird und wie die Zusammenarbeit abläuft. Gutes Copywriting ist hier nicht werblich, sondern führend: Es holt Leser:innen gedanklich ab und begleitet sie Schritt für Schritt durch die Entscheidung.
Warum ist das Design meiner Website mehr als nur Optik?
Design übernimmt auf einer Website eine Führungsfunktion. Es entscheidet, ob Inhalte erfassbar sind, ob Ruhe entsteht und ob Professionalität spürbar wird. Ein klares, reduziertes Design vermittelt Kompetenz, schafft Vertrauen und unterstützt die Kundenreise – ohne abzulenken oder zu überfordern.
Warum sind Tracking und Analyse so wichtig für eine Website als System?
Weil eine Website erst dann planbar Anfragen bringt, wenn du weißt, was wirklich funktioniert. Tracking zeigt, welche Inhalte geklickt werden, wo Besucher abspringen und welche Angebote Nachfrage erzeugen. So kannst du gezielt optimieren und aus deiner Website ein lernendes, messbares System machen – statt auf Vermutungen zu setzen.

